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Studierendenreitturnier 2019 in Bonn

Studierendenreitturnier Bonn 2019

Am letzten März Wochenende (29. bis 31.03.2019) veranstaltete die Studierendenreitgruppe Bonn ihr traditionelles Studierendenreiterturnier in Wachtberg. Schauplatz dafür war die Reitanlage „Grube Laura“ des Reit- und Fahrverein Oberbachem e.V. (Werthhovener Weg, 53343 Wachtberg). Neben Ulm, Kassel, Frankfurt und Münster kamen zu diesem Turnier, Studierendenreiter-Mannschaften aus insgesamt 15 Unistädten Deutschlands. Kurz gesagt 45 Reiter/-innen.

Seit diesem Jahr bietet der Hochschulsport in Zusammenarbeit mit der Studierendenreitgruppe Bonn wöchentlichen Reitunterricht an. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Reitanfänger oder Wiedereinsteiger. Daneben gibt es schon seit Jahrzehnten, offizielle Studierendenreitturniere, an denen erfahrene Turnierreiter/-innen teilnehmen. Die Besonderheit besteht darin, dass die Mannschaften, bestehend aus drei Reitern, Pferde zugelost bekommen. Die Pferde organisiert die ausrichtende Studierendenreitgruppe und müssen nicht von jedem Teilnehmer selber mitgebracht werden. Auf jedem zugelosten Pferd treten pro Runde jeweils drei Reiter aus den verschiedenen Mannschaften gegeneinander an. Ein Studierendenreitturnier ist meist so aufgeteilt, dass am Samstag die Dressur und am Sonntag das Springen stattfindet. Jeder Reiter muss beide Disziplinen beherrschen. Deswegen ist der Besitz der Leistungsklasse 5 eine wichtige Voraussetzung für jeden Teilnehmer. Angefangen wird sowohl in der Dressur wie auch beim Springen mit der Klasse A. In einer Dressur der Klasse A werden einfache Bahnfiguren in einer Abteilung bestehend aus drei Pferden mit den drei Reitern derselben Mannschaft geritten. Wichtig ist dabei, das harmonische Auftreten der jeweiligen Mannschaft, woraus später eine Mannschaftswertnote ermittelt wird. Im Springen entspricht die Klasse A einer Sprunghöhe von ca. 1 m. Im KO-System kommt jeweils der Beste von drei Reitern des jeweiligen Pferdes eine Runde weiter. Das Finale ist am Ende in der Klasse M. Letztlich kommt nur der beste Reiter pro Pferd in die nächste Runde. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass nicht zwangsläufig die Reiter mit der insgesamt höchsten Noten in die nächste Runde kommen. Reiter auf Pferden, die grundsätzlich nicht so spektakulär oder so hoch und schnell springen wie die anderen, haben mit vergleichbaren geringeren Noten ebenfalls die Chance eine Runde weiterzukommen.  Am Ende eines jeden Studierendenreitturniers ist besonders die Platzierung der Mannschaften interessant. Denn die Besten 10 von 15 Mannschaften bekommen wichtige Punkte für die spätere Qualifikationsturniere für die Deutschen Hochschulmeisterschaften (Reiten).

Bei bestem Frühlingswetter, das komplette Wochenende über, war es alles in allem ein Turnier mit sehr schönen Ritten, hervorragender Stimmung und leckerem Essen. In den Dressurprüfungen setzten sich Magdalena Schlecht aus der Studentenreitgruppe Ulm und Annika Piorrek aus der Studentenreitgruppe Bochum-Dortmund gegen die anderen Teilnehmer durch. Im Finale ergatterte sich Magdalena Schlecht aus Ulm den ersten Platz. Den dritten Platz in der Dressur belegte Yannick Paulsen aus Frankfurt. Sonntag gab es nach einer eher durchwachsenen ersten Springrunde, ein spannendes Finale zwischen Adrian Löbig aus Darmstadt und Hanna Redemann aus Münster. Am Ende siegte Hanna Redemann. Den drittten Platz im Springen belegte ebenfalls Münster, vertreten durch Kristina Weitkamp. In der kombinierten Wertung, die aus der Leistungen in der Dressur und im Springen errechnet wird, siegte Jenny Gehards aus Aachen gefolgt von Yannick Paulsen aus Frankfurt und Julia Kamp, die ebenfalls für Aachen an den Start ging. In der Mannschaftsplatzierung, welche die gesamte Mannschaftsleistung in der Dressur und im Springen, wie auch die Mannschaftsnote in der Dressur berücksichtig, durfte Aachen als erstes auf das Treppchen steigen, danach Frankfurt, dicht gefolgt von Bochum-Dortmund und Münster.

An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank allen fleißigen Helfern, Pferdebesitzern, Sponsoren, und allen anderen ohne die eine solche Veranstaltung gar nicht erst möglich gewesen wäre. Wir freuen uns schon jetzt auf eine weiterhin erfolgreiche Saison und das Bonner Studierendenreitturnier im nächsten Jahr.


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